Frag den Hasen

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Was hältst du vom Begriff "Lügenpresse"? Beschreibt es eine Realität oder ist es nur ein Kampfbegriff von Rechtsextremen? Und würde es bedeuten das sich nun rechtsextreme Ansichten popularisieren?
Ich finde das Theater um den Begriff eigentlich ziemlich lustig. Man jubelt groß darüber, dass Internetseiten wie das Bildblog entlarven, wie Zeitungen und Zeitschriften Dinge falsch darstellen, Dinge manipulativ weglassen, einseitig Gerüchte schüren und in einigen Fällen auch wirklich nur dreist lügen. Und gleichzeitig schaut man abschätzig auf die Rechten, weil die den Begriff "Lügenpresse" benutzen. biggrin.gif Insofern ist es nicht wirklich spezifisch rechtsextrem, wenn man der Presse vorwirft, dass sie Scheiße erzählt.

Natürlich wird der Begriff von den Rechten gerne auch einfach nur für "Die schreiben nicht das, was wir erwarten/wollen" benutzt, und man kann einen Großteil der konkreten Vorwürfe auch gut unter "horrender Blödsinn" ablegen. Wenn dann aber rauskommt, dass z.B. in einigen Bundesländern Polizei-Pressestellen die Anweisung haben, nur auf konkrete Anfrage über Straftaten in Flüchtlingslagern zu informieren, dann kann man sich natürlich schwer hinstellen und sagen: "Ja, die Rechten sind ja voll bekloppt, wenn sie behaupten, wir würden in der Berichterstattung Sachen unter den Tisch kehren." Natürlich betrifft's die deutsche Bevölkerung nicht wirklich, wenn die Opfer von kriminellen Asylbewerbern ihrerseits auch Asylbewerber sind, aber wenn man gleichzeitig ein Narrativ aufbaut, in dem Flüchtlinge allesamt lieb und gut sind, dann driften Realität und Berichterstattung schon deutlich auseinander. In der Hinsicht muss man zwar nicht übereinstimmen mit dem Begriff "Lügenpresse", darf aber auch nicht so tun, als wenn die Vorwürfe wirklich nur paranoider Stuss von Rassisten wären.

Aber ganz grundsätzlich sollte man sich schon mehr die Frage stellen, inwieweit Journalisten und Presse es heutzutage eher darauf absehen, ihre Leser zu erziehen, anstatt sie umfassend zu informieren. Jeder, der in irgendeinem Bereich eine etwas mehr als durchschnittliche Fachkenntnis hat, wird schon mal bei einem Bericht über das Thema in der Zeitung gedacht haben: "Das ist totaler Schwachsinn, der Schreiber reimt sich irgendwas zusammen, um eine bestimmte Aussage treffen zu können." Da fehlt der deutschen Presselandschaft aber auch die Fähigkeit zur Einsicht und Selbstkritik.
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