Frag den Hasen

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#41842
Solange Hartz4-Empfänger monatlich mehr zur Verfügung haben als Studenten (die im Wesentlichen die gleiche Art von Ausgaben haben, nämlich Miete/Telekommunikation/Lebensmittel/etc, aber wenig Luxusgüter), finde ich nicht, dass der Satz erhöht werden sollte. Bafög zählt nicht, das muss man anders als H4 zur Hälfte wieder zurückzahlen (und bekommt auch nicht jeder, der es eigentlich nötig hätte).
Oder andersrum formuliert: wenn ich so schaue, was ein H4-Empfänger im Monat zur Verfügung hat, da hätte ich als Student ein recht angenehmes Leben mit, Lehrbuchkosten hin oder her. Ohne Kinder natürlich. Mit Kindern sieht das wahrscheinlich anders aus, da glaube ich auch nicht, dass H4+Kindergeld wirklich ausreichen.

Was Lebensmittel angeht, finde ich gerade frisches Obst+Gemüse ziemlich billig (Bananen letztens 99 ct/kg, hallo?!). So wie Lebensmittel in Deutschland allgemein eigentlich. Teuer finde ich hauptsächlich Fertigprodukte bzw. verarbeitete Sachen, evtl. noch Fleisch (wobei es da ein breites Preisspektrum gibt). Also wenn ich arbeitslos/H4 wäre, würde ich gerade öfter selbst kochen, dafür gelegentlich auf Fleisch und wesentlich mehr auf Fertigprodukte verzichten. Ich verstehe daher auch nicht, dass in bestimmten Kreisen der Pizzabote öfter klingelt und Curry King, Softdrinks, teure Chips und natürlich Bier zum Alltag gehören. kratz.gif

Nicht zuletzt ist es auch ein Ansporn, einen Job zu suchen, wenn man sich eben vieles nicht leisten kann. Je angenehmer das Leben auf H4-Niveau, desto höher die Gefahr, dass sich Leute von Vater Staat durchfüttern lassen wollen.
Wenn du wirklich mal durchrechnest, bleibt wenig übrig, wie ich gesagt habe: Wenn du mehr machen willst als nur rumzusitzen, fehlt dir einfach das Geld. Dass die meisten Arbeitslosen von Fertignahrung und Bier leben würden, ist einfach ein Klischee, welches sich gut einprägt, aber nicht unbedingt repräsentativ ist, man merkt sich diese Leute nur besser als diejenigen, die nicht so drauf sind.
Als Student kriegst du meistens Unterstützung von deinen Eltern (wenn nicht finanziell, dann in Sachspenden), deine Fahrtkosten sind geringer wegen Semesterticket, du hast meistens deutlich weniger Ausgaben für Medikamente, als wenn du ein 50-Jähriger bist, und du kriegst für viele Sachen auch noch Studentenvergünstigungen.
Und wenn du glaubst, dass all die Arbeitslosen nur deswegen arbeitslos sind, weil sie zu faul wären, sich einen Job zu suchen, hast du echt eine Meise. In vielen Gegenden gibt es schlicht und einfach nichts, da kriegst du höchstens einen Job im Callcenter und fliegst da schnell wieder raus, wenn du Leuten nichts verkaufen kannst. (Selbst McDonald's und BK stellen nicht überall reihenweise Leute ein.) Ab einem bestimmten Alter hast du eh Schwierigkeiten, dich einstellen zu lassen oder auch nur einen Ausbildungsplatz zu kriegen. Unheimlich viele Arbeitslose haben mentale Probleme, eben weil sie arbeiten wollen, aber keine Chance dazu haben. Das ist kein tolles Gefühl, nicht gebraucht zu werden und vom sozialen Netz abhängig zu sein.
Dass man Leuten nicht übelnehmen kann, dass sie keine Jobs annehmen wollen, die ultramies bezahlt werden, sollte eigentlich klar sein. Wer Vollzeit arbeitet, sollte auch für Vollzeit bezahlt werden, und zwar ohne von Almosen vom Staat abhängig zu sein.
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