Frag den Hasen

In Fragen suchen


Alte Frage anzeigen
#

Hier beantworte ich Fragen, die mir die Besucher gestellt haben, die aber nicht häufig genug sind, um im FAQ aufzutauchen. Insgesamt wurden bisher 41804 Fragen gestellt, davon sind 14 Fragen noch unbeantwortet.
Wichtig: Es gibt keine Belohnungen für die zigtausendste Frage oder sonst irgendein Jubiläum, Fragen wie "Wie geht's?" werden nicht beantwortet, und die Fragen-IDs unterscheiden sich von der Zahl der gestellten Fragen, weil die Nummern gelöschter Fragen nicht neu vergeben werden. Und welche Musik ich höre, kann man mit der Suchfunktion rechts herausfinden (oder geht direkt zu Frage 127).


Smilies + Codes

Auf vorhandene Fragen kannst du mit #Fragennummer (z.B. #1234) oder mit [frage=Fragennummer]Text[/frage] verlinken.

Hinweis: Es muss Javascript im Browser aktiviert sein.


#44669 Naja, MAcht übernommen... die Gemengelage ist unübersichtlich. Sie sind militärisch schnell vorgedrungen. Eine Stadt wie Kabul hat Millionen Einwohner, ein paar Taliban mit Waffen sind noch keine Machtübernahme. Die alte Nordallianz hat sich wieder zusammengerauft und leistet Widerstand in ihrer Provinz (die auch vom ersten Talibanstaat nie erobert werden konnte), Ex-Präsident Kasai sitzt in seinem gesponnen Netz der Beziehungen, Paschtune wie die Taliban und will verhandeln. Der Vize-Präsident lebt noch und ist im Land und beansprucht nach der Verfassung der allein gültige Regierungschef zu sein. Weltbank und IWF haben alle Gelder eingefroren.
Worüber herrschen die Taliban effektiv? Das die NATO da raus musste, schon vor Jahren, ach am besten nie reingegangen wäre... geschenkt, aber mit ihrem Abzug sind nur wie beschrieben die alten Stammesfehden hochgekocht. Afghanistan bleibt zerrissen, arm und kaputt. Und ob China und die arabischen Staaten das Land jetzt finanzieren werden, bleibt abzuwarten.
Ja, die Armee hat praktisch nicht gekämpft und die Taliban sind in Windeseile nach Kabul einmarschiert. Aber der Bürgerkrieg ist damit noch lange nicht vorbei. Die USa haben erreicht was sie wollten 2001, Al-Quaida den Boden entziehen und Osama bin LAden töten. Ein Land aufbauen stand nicht auf der Agenda.
Klopfer, was meinst Du, sollte man Länder einfach mehr sich selbst überlassen, anstelle von den ganzen Einmischungen?
Eine Provinz ist quasi nix, und im Rest sind die Taliban (trotz Stammesfehden) quasi unumstritten. Natürlich müssen sie mit den Stammesfürsten auskommen, aber es ist nicht so, als wenn sie keine Macht hätten. Im Prinzip ist es halt wie 2001.
"Die USa haben erreicht was sie wollten 2001, Al-Quaida den Boden entziehen und Osama bin LAden töten. Ein Land aufbauen stand nicht auf der Agenda"
Das hat Biden jetzt gesagt, aber seien wir ehrlich: Das war kompletter Bullshit, um den Rückzug irgendwie eleganter erscheinen zu lassen. Bin Laden und Al-Quaida hatten mit Pakistan zu der Zeit mehr zu tun als mit Afghanistan, Bin Laden ist schon seit 10 Jahren tot und die sind trotzdem noch da geblieben. Wenn "ein Land aufbauen" nicht auf der Agenda stand, warum dann das Stützen einer Regierung, Abhalten von Wahlen, Aufbau von Armee und Polizeikräften, Investitionen in die Infrastruktur und so weiter? Natürlich wollten die aus Afghanistan ein stabiles Land machen. Aber dafür müsste man tatsächlich lange bleiben und dann auch allen wehtun, die dagegen stehen, und das ist besonders dann schwer, wenn sich der Feind immer in die Berge und Höhlen zurückziehen kann.
Ob man die Länder sich mehr selbst überlassen sollte? Klar. Aber das müsste dann auch konsequent geschehen, und das heißt auch: nicht dauernd Leute aufnehmen, die von da kommen. Sonst holt man sich die Probleme trotzdem ins Land.
(Wohlgemerkt: Ich bin durchaus dafür, jetzt den Ortskräften zu helfen, denen durch die Taliban der Tod droht. Allerdings muss man eben auch aufpassen - es gibt auch genug Ortskräfte, die sogar vor Kameras damit geprahlt haben, eigentlich Islamisten zu unterstützen und die Bundeswehr und US-Armee usw. eigentlich nur auszunehmen, daher sollte man ein Auge auf die haben, die man herholt, und die auch zurückschicken, wenn sie Scheiße bauen.)
Wie siehst du die Entwicklung des Genderns in der deutschen Sprache? Auch wenn sich laut Umfragen immer mehr gegen das Gendern aussprechen, kommt es mir so vor, als wäre es in letzter Zeit noch präsenter geworden als in den Jahren zuvor - zumindest in den Medien und im öffentlichen Dienst, nicht im alltäglichen Sprachgebrauch. Wie würdest du gegen einen Verfechter der Gender-Sprache argumentativ vorgehen?
Man hat das Gefühl, je mehr Umfragen sagen, dass die Deutschen dagegen sind, desto mehr denkt man sich in den Medien und im ÖD "Jetzt erst recht!" Deswegen finde ich es auch so wichtig, dass man sich klar dagegen äußert, damit man nicht so ein Gaslighting-Gefühl hat wie "Bin ich der Einzige, der den Quatsch nicht mitmachen will? Liegt der Fehler bei mir?" Kommt natürlich alles aus den Universitäten, wo es zu viele Leute in den Laberfächern gibt, die sich denken: "Scheiße, ich bin nur eine Verschwendung von Blut, Fleisch und Organen, ich brauche jetzt irgendwas, mit dem ich a) meine Intellektualität beweisen und b) mich sichtbar für vermeintlich Diskriminierte einsetzen kann!"
Ich weiß nicht, ob man wirklich mit einem Verfechter der Gender-Sprache diskutieren kann, die sind ja doch eher gefühlsbasiert unterwegs, da dringen Sachargumente schwer durch.
Ich arbeite gerade an einer Lästerei, die mit dem Thema zu tun hat, da bringe ich auch echte Sach-Argumente, aber die sind dann wohl eher was für die, die sich unschlüssig sind, nicht für die, die voll auf der Genderschiene sind.
Wieso gab es bei Machtübernahme der Taliban in Afghanistan so wenig Gegenwehr? Es wirkt für mich so, als sei der afghanischen Armee bzw. Bevölkerung diese Übernahme ganz recht...
Afghanistan gibt's als Land eigentlich nicht. Die größte Gruppe der Bevölkerung sind Paschtunen, die im Wesentlichen Nachkommen von Wegelagerern und Banditen an der Seidenstraße sind und in der Geschichte gelernt haben, sich je nach Situation mit den einen oder anderen zu verbünden, um Vorteile zu erlangen, aber hauptsächlich sich selbst dienen. Dann hat man Tadschiken, die sich von denen in den Nachbarländern nicht unterscheiden, und viele andere kleinere Stämme. Es gibt kein übergreifendes Nationalgefühl, keinen Patriotismus, der in der Mehrheit der Bevölkerung verankert ist. Im ländlichen Raum orientiert man sich an den lokalen Stammesfürsten. Wenn die Fürsten mit den Taliban kooperieren, dann marschiert man als Stammesangehöriger halt mit. Loyalität gibt's nicht, man macht halt da mit, wo es gerade die größten Vorteile gibt.
Einige Jahrzehnte im 20. Jahrhundert gab es einen König, der von den Stämmen zumindest halbwegs als übergeordnete Instanz anerkannt wurde, aber der wurde dann abgesetzt. (In der Zeit sammelte man dann auch schön Wirtschaftshilfe sowohl von der Sowjetunion als auch den USA ein, ohne sich für eine Seite im Kalten Krieg zu entscheiden. Siehe oben.) Es gibt ja dieses berühmte Foto aus Kabul, mit den jungen Frauen, die modisch gekleidet mit offenen Haaren durch die Stadt spazieren. Die Stadt war zu der Zeit tatsächlich recht offen und tolerant, aber im Rest des Landes sah es ganz anders aus, das war schon immer recht konservativ dort (und eher auf der Linie der Islamisten, mit Scharia und so.)
Und jetzt wurde 20 Jahre lang eine Armee aufgebaut, bei der Leute aufgrund von Beziehungen befördert wurden, Soldaten abgehauen sind, Gelder von korrupten Politikern und Militärs abgezweigt wurde... und die offizielle Nennstärke war immer Augenwischerei. Es war also klar, ohne Hilfe der USA (und anderer Nato-Partner) kann die Armee nicht gegen die Taliban bestehen, zu schwache Führung, zu wenig Kampfmoral, zu wenig Loyalität. Dass die Taliban nach dem Abzug also in Bälde die Macht übernehmen würde, war absehbar. Und aus der Sicht eines Soldaten: Warum soll man jetzt noch zwei Wochen oder Monate lang sein Leben riskieren, um das Unvermeidliche hinauszuzögern? Dann doch lieber verduften und mit dem Leben davonkommen. Das hat sich sicher noch beschleunigt, nachdem der Präsident mit einem Helikopter voller Geld abgehauen ist.
Die Taliban könnte nicht die Macht im Land übernehmen, wenn nicht ein großer Teil der Bevölkerung sie unterstützen oder zumindest akzeptieren würde. So sehr man jetzt auf die Nato schimpft, die Niederlage ist im Wesentlichen eine, die sich Afghanistan selbst angetan hat.
Moin Klopfer :) Was hältst du von dieser Reihe? Ist aktuell noch nicht abgeschlossen, liest sich aber ganz nett und klingt angenehm optimistisch.
Ich bin da nicht so begeistert. Vielleicht liegt's auch einfach daran, dass ich generell kritischer eingestellt bin und daher skeptischer gegenüber den Angaben. Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass er glattweg unrecht hat und ich zweifellos recht, aber ich halte die Zuversicht für verfehlt, zumal er tatsächlich die Zahlen sehr zurechtknetet, um auf ein für ihn günstiges Ergebnis zu kommen.
Es stimmt, dass der Gesamtenergiebedarf Deutschlands geringer wäre, wenn wir durchgehend auf Strom setzten. Ob das jetzt tatsächlich den Bedarf auf weniger als die Hälfte reduzieren würde, kann ich nicht einschätzen, ich bezweifle es. Auf der anderen Seite ist er wiederum sehr optimistisch, was die Stromgewinnung angeht. Da rechnet er großzügig mit Nennleistungen von Windkraft- und Solaranlagen, die in der Praxis gar nicht erreicht werden (erst recht nicht, wenn er Solarzellen flach an Fassaden ranpappen will), er geht nicht auf Flauten ein (wobei man nicht nur die Flauten überbrücken muss, sondern auch daran denken, dass Stromspeicher danach wieder aufgefüllt werden müssen, was den Bedarf an Speichern noch mal erhöht) und er unterschätzt, wie groß eigentlich der Platzbedarf ist. "Zwei Prozent der deutschen Fläche ist ja nicht viel" ist schlicht ignorant. (Ich weiß auch nicht, inwieweit in seinen Berechnungen eigentlich berücksichtigt ist, dass man Windkraftanlagen nicht beliebig verdichten kann und die Dinger auch noch einen riesigen Betonsockel brauchen, der die Nutzung der Fläche rundherum einschränkt.)
Bisher (derzeit sind ja nur drei Teile online) gar nicht geht er darauf ein, dass die Lebensdauer von Windkraftanlagen und Solaranlagen begrenzt ist (nur nebenbei merkt er mal an, dass ja viele Windkraftanlagen veraltet wären und daher gar nicht so viel Saft liefern würden wie moderne) und die ganzen Kosten alle 20 Jahre erneut anfallen, ganz zu schweigen davon, dass das zum großen Teil kaum sinnvoll recycelt werden kann. (Bei Windkraftanlagen wird beim Abbau sogar oft der Betonsockel in der Erde gelassen - was dann allerdings auch heißt, dass es schwierig ist, da ein neues, größeres Windrad zu verankern.)
Ich hatte mich ja vor einiger Zeit auch mal durch die Berichte von IPCC usw. gewühlt, und selbst da ging man in den Klimaschutzszenarien davon aus, dass man die Ziele allein mit erneuerbaren Energien nicht erreichen wird. Dann die Zahlen eines Hamburger Professors zu nehmen und zu sagen: "Hey, das klappt!", während viele andere Wissenschaftler das bezweifeln, ist meiner Meinung nach ungerechtfertigter Optimismus.
Wie hast du eigentlich bei der Abnehmphase Kalorien gezählt, also insbesondere die deines Essens bestimmt?
Und wie geht es dir heute Gesundheits- und gewichtstechnisch?
Ich hab die Kalorien mit einer App gezählt (Easyfit kcal Counter, würde ich aber jetzt nicht mehr empfehlen), bei selbstgekochten Sachen die Zutaten abgewogen und dafür die Kalorien eingetragen, bei fertigen Produkten habe ich die Packungsangaben in die App eingetragen, natürlich je nach Gewicht (ggf. auch abgewogen).
Inzwischen habe ich dank Lockdown wieder etwas an Gewicht zugelegt, bin aber immer noch im Normalbereich. Jetzt achte ich aber wieder mehr auf mein Gewicht, ich habe festgestellt, dass ich immer noch nicht sehr gut schätzen kann, wie viel Kalorien etwas hat. Mit Sport habe ich ein paar Probleme, weil ich mich da mal falsch bewegt habe und seitdem bestimmte Bewegungen Schmerzen verursachen, deswegen bin ich leider nicht so fit, wie ich gerne wäre. Muss ich mir auch wieder angewöhnen, allmählich werden die Schmerzen auch weniger. Ansonsten bin ich gesund und hab auch nicht die Beschwerden, die ich bei meinem Maximalgewicht hatte.
#44664
Naja eigentlich heißt es immer schon: "alle müssen sich einigen"
Das BVerfG hat hier im Grunde die Zustimmung Sachsen-Anhalts ersetzt, wie sonst das Arbeitsgericht beim Betriebsrat. Ob das so gut ist ... weiß nicht.
Den Anspruch auf die Rundfunkfreiheit hat das BVerfG nicht jetzt erfunden. Insofern haben die Rundfunkanstalten einen Anspruch auf angemesse Ausstattung und der kann durch eine fehlende Zustimmung tatsächlich verletzt werden. Ich stelle mir gerade vor, dass ein von den Grünen regiertes Land die Unterzeichnung verweigert weil thematisch nicht genug über Gewalt gegen Frauen berichtet wird und ein von der AfD regiertes Land die Zustimmung verweigert, weil zu viel über Gewalt gegen Frauen berichtet würde. Oder zu viel und zu wenig über den Klimawandel oder so. Hier muss ein Mechanismus her, der angemessen mit solchen Widersprüchen umgehen kann. Ob die Gelder angemessen verwaltet werden und die Erhöhung angemessen ist, ist wiederum eine andere Frage. Aber es gibt eine Institution, die das bewertet. Und deren Arbeit oder Ergebnis muss man sich zur Bewertung ansehen.

Frage: Wie denkst Du über die olympischen Spiele allgemein und solche Fragen wie: Transgender-Teilnehmer, extrem dünne Läufer bzw. Läuferinnen und Hochleistungssport mit Tieren?
Naja eigentlich heißt es immer schon: "alle müssen sich einigen"

Die Frage ist ja, was passiert, wenn sich nicht alle einigen.

Insofern haben die Rundfunkanstalten einen Anspruch auf angemesse Ausstattung und der kann durch eine fehlende Zustimmung tatsächlich verletzt werden.

Da sind wir schon mal bei dem Punkt: Was ist eine "angemessene Ausstattung"? Der deutsche ÖRR ist der bestfinanzierte Rundfunk der Welt, und die tun so, als wenn sie in Sack und Asche gehen müssten, wenn sie nicht noch mal ein paar hundert Millionen zusätzlich kriegen. Alles fürs Programm? Nein, stattdessen gibt's bis zu 400k Euro Jahresgehalt für die Intendanten (nur knapp weniger als die Bundeskanzlerin) und Pensionsrücklagen in immenser Höhe, einerseits für die vergoldeten Intendanten, andererseits weil so viele vor längerer Zeit verbeamtet wurden. Wenn ich mir dagegen angucke, was die BBC mit weniger Geld zustande kriegt, geht mir das Messer in der Tasche auf, wenn ich höre, dass unsere Sender jammern, dass das Programm drunter leiden würde, wenn sie jetzt nicht die 86 Cent mehr kriegen.

Hier muss ein Mechanismus her, der angemessen mit solchen Widersprüchen umgehen kann.

Die Bedenken verstehe ich, aber derzeit gibt's umgekehrt gar keine Rechenschaft, wenn der Rundfunkauftrag nicht erfüllt wird und die Gesellschaft nicht abgebildet wird. Die Volontäre von ARD und Deutschlandfunk würden zu über 80 Prozent grün oder links wählen, und das merkt man auch extrem. Und wenn man sich beschwert, muss man sich noch doof von denen anpöbeln lassen.

Aber es gibt eine Institution, die das bewertet. Und deren Arbeit oder Ergebnis muss man sich zur Bewertung ansehen.

Das Urteil heißt: Man muss deren Ergebnis ohne Wenn und Aber akzeptieren. Und da die Kommission ja nicht die Macht hat, denen zu sagen: "Hey, blast mal den Intendanten nicht so viel Gold in den Arsch", kann sie ja selbst dann auch nur schulterzuckend sagen: "Ja, wenn ihr denen das versprochen habt, dann braucht ihr das Geld."

Die Gremien von ARD und ZDF versagen ganz offensichtlich. Wenn man den Parlamenten die Kontrollmöglichkeiten auch nimmt, dann muss man einen anderen Weg finden, die Bevölkerung zu beteiligen. Ansonsten ist der ÖRR nur ein riesiger Selbstbedienungsladen und der Zuschauer nur Zahlvieh.

Olympische Spiele: Interessieren mich nicht so sehr. Ich finde die Idee solcher Sportwettbewerbe zur Völkerverständigung ganz gut, aber zig Milliarden für so eine Veranstaltung auszugeben, bei der man dann oft nicht mal vernünftige Nachnutzungen für die Anlagen hat, ist doch arg verschwenderisch, selbst wenn nicht eine Pandemie die ganzen Konzepte zur Bewältigung der Besuchermassen obsolet machen. (Vielleicht sollte man die lieber nur an einem Ort ausrichten.)
Transgender-Teilnehmer: Da würde ich sehr stark danach gehen, welche Art Transgender sie sind. Wenn die das erst nach der Pubertät gemerkt haben (und viele von den Transfrauen dieser Art sind ja doch sehr männlich, siehe Bruce/Caitlyn Jenner), dann würde ich sie nach ihrem Geburtsgeschlecht antreten lassen, denn da ist definitiv pränatal und in der Pubertät hormonell das abgelaufen, was dem Geburtsgeschlecht entspricht, und somit sind dann auch die ganzen Vor- und Nachteile (Knochenbau, Muskelentwicklung etc.) des Geburtsgeschlechts vorhanden. Das lässt sich auch durch nachträgliche Hormone nicht mehr zurückentwickeln.
Extrem dünne Läufer/Läuferinnen: Oft wird heute ja schon als "zu dünn" angesehen, was eigentlich ein Normalgewicht ist, insofern würde ich da erst einmal den Ball flachhalten. Dann direkt bei Olympia, hoher Kalorienbedarf, da sehe ich durchaus auch, dass man direkt dort dann dünner wird, als man es normalerweise wäre, da müsste man auch erst schauen, ob die übers Jahr immer zu dünn wären, bevor man sich da einmischt. Generell auch die Frage: Ist das tatsächlich ein so dringendes Problem? Übergewicht ist in der Gesellschaft viel viel viel viel häufiger und verursacht insgesamt die größeren Probleme, und ich habe nie gehört, dass man jetzt Panik schieben würde, weil so viele Gewichtheber und Kugelstoßer nicht nur Muskeln, sondern auch ganz schön viel Fett am Leibe haben.
Hochleistungssport mit Tieren: Wer mit Tieren arbeitet, muss immer mit gewissen Unwägbarkeiten rechnen, und da bin ich skeptisch, ob die so einen sportlichen Wettbewerb wirklich fair machen, insbesondere, wenn man Pferde mit ihnen fremden Reitern zusammenbringt oder Pferde nicht rausnimmt, die absolut keine Lust haben. Was das Prügeln angeht: Mir ist nicht wohl dabei, ich find's nicht schön anzusehen, allerdings bin ich auch kein Pferdeexperte und weiß nicht, was man davon halten kann, wenn andere sagen, dass Pferde untereinander viel ruppiger miteinander umgehen und das gar nicht so schlimm ist. Da traue ich mir keine Bewertung zu.
Dunkelmodus für Klopfers Web, wann? 🌚
Mal sehen, wie lange ich noch brauche. Ich arbeite gerade an ein paar Designänderungen und werde bei der Gelegenheit auch die letzten Farben auf Variablen umstellen (und entsprechende für den Dark Mode heraussuchen, wenn ich das noch nicht gemacht habe). Die größte Schwierigkeit sind die Icons, die ich anders einbinden und verändern muss, damit sie ihre Farbe auch ändern.
Was hältst du vom BVerfG-Urteil zum Rundfunkbeitrag? Wie passt die Voraussetzung der Einstimmigkeit mit der Deutung fehlender Einstimmigkeit als Verfassungsbruch zusammen?
Ich bin immer noch entsetzt. Aus einem "Es muss die Zustimmung von allen erfolgen, um den Beitrag zu erhöhen" wurde "Es muss von allen abgelehnt werden, um die Erhöhung zu verhindern". Dann hat die ganze Einbindung der Parlamente überhaupt keinen Sinn mehr, und die Beitragszahler sind endgültig nur noch passives Melkvieh.
Dazu solche Knaller wie dieser:
Die Rundfunkfreiheit dient der freien, individuellen und öffentlichen Meinungsbildung. Der in Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG enthaltene Auftrag zur Gewährleistung der Rundfunkfreiheit zielt auf eine Ordnung, die sicherstellt, dass die Vielfalt der bestehenden Meinungen im Rundfunk in größtmöglicher Breite und Vollständigkeit Ausdruck findet. Dabei wächst die Bedeutung der dem beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliegenden Aufgabe, durch authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund zu rücken, vielmehr ein vielfaltsicherndes und Orientierungshilfe bietendes Gegengewicht zu bilden. Dies gilt gerade in Zeiten vermehrten komplexen Informationsaufkommens einerseits und von einseitigen Darstellungen, Filterblasen, Fake News, Deep Fakes andererseits.

Das sagt mir, dass die Richter selber den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gar nicht nutzen, sonst hätten die nicht solche Flausen im Kopf.
Und jetzt gibt's 86 Cent im Monat zusätzliche inoffizielle Wahlkampfunterstützung für die Grünen, die selber die Verfassung unterwandern wollen. :facepalm:
Was hast du mit deiner neuen Macht als Hoher Repräsentant der internationalen Gemeinschaft vor? Ist das Phase 3 auf dem Weg zur Weltherrschaft?
Ich bin froh, dass das der andere machen muss. Lokaler Obermotz von Bosnien-Herzegowina, um sich dort mit dem Gezänk diverser Volksgruppen herumzuärgern, ohne da jedem mal aufs Maul geben zu dürfen, der Stress macht, das scheint mir ein Posten zu sein, auf den man jemanden abschiebt, den man wirklich ums Verrecken nicht leiden kann. :tjanun:
#44640 Du Schwerenöter! :hehehe: Aber wenn die Groupies im legalen Alter (16+) gewesen wären, hättest du hoffentlich anders reagiert? (Bitte enttäusch mich jetzt nicht! :schuettel: )

On a side note: jetzt, wo es schon seit einiger Zeit den Mitgliedsbereich mit 18+-Funktionen gibt, wäre es nicht Zeit für ein Revival der Webmates? 😏
Ja, aber natürlich nur bis zur Einführung des Jugendpornografiegesetzes, dann hätte ich die Datenträger mit den Bildern von Personen unter 18 natürlich rituell im Hinterhof den Flammen übergeben. :heilig:

Was die Webmates angeht: Da mangelt's einfach an zeigefreudigen Damen (und ich denke, nun noch weniger als vor 10, 15 Jahren, und wegen akutem Geldmangel kann ich nicht mal eine Prämie bieten). Ich würde den Bereich wohl auch nicht ohne mindestens 3 Webmates in der Pipeline wieder auferstehen lassen, weil es halt schon doof wäre, wenn wieder X Jahre zwischen den Webmates wären.
Wusstest Du, dass Barbie (Du schriebst mal eien Kolumne über sie) eigetlich aus Deutschland stammt? Von der BILD Zeitung? BILD-Lilli, eine 1-panel Karrikatur wurde erst zur Anziehpuppe für Erwachsene und dann durch einen Zufall von Mattel entdeckt und groß vermarktet. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Bild-Lilli
Kennst Du die Comics? Könnten Dich erheitern, ich finde Sie für die 50er schon sehr schlagfertig was die gute Lilli teilweise drauf hat, z.B. hier: http://zenzo.de/homepage/cartoons.html
Dass das Barbie-Vorbild eine deutsche Puppe war, das war mir bekannt, aber die Comics hatte ich noch nie gesehen, vielen Dank für den Link! (Lilli gefällt mir, ist offenbar nicht auf den Kopf gefallen.) Ich kann mich erinnern, dass ich etwas erstaunt war, als ich den Ursprung der Barbie erfuhr, weil ich nicht gedacht hätte, dass das so eine besondere Idee war, eine erwachsene Puppe zu kreieren, mit denen Kinder spielen können, verschiedene Berufe auszuüben. Dass Mattel dafür Inspiration woanders suchen musste, hat mich überrascht.
Ein mieser Bastard hat ne Menge Zeug online bestellt, und meinen Namen und meine Adresse angegeben.

Wenn du zum Herrscher ausgerufen wirst, bist du dafür, dass diese Arschgeigen ungestraft geteert und gefedert werden können?!?

Öffentlich!
Och klar, das dehne ich dann gleich auf die Leute aus, die meine Mailadresse in Kontaktformulare schreiben und in das Nachrichtenfeld Spam posten, was dann dazu führt, dass ich zig "Ihre Anfrage an XYZ.com"-Mails kriege.
Wie stehst du als zukünftiger Herrscher der Welt zu der Idee viele Teile der aktuellen öffnungs Kampagne zu Privilegien für geimpfte zu machen sodass Restaurant oder Kinobesuche nur noch mit vollständigen Impfschutz möglich sind ?
Ich kann das schon verstehen, auch weil das ja weniger echte Privilegien sind als vielmehr die Sachen, die einem im Normalfall immer möglich sind. Es ist also weniger "Wir geben Geimpften Privilegien", sondern eher "Wir geben den Geimpften etwas zurück, was wir den Menschen umständehalber genommen haben." Man muss ja irgendwie wieder mal zurück zur Normalität kommen und diversen Branchen auch ermöglichen, wieder Geld verdienen zu können, und gleichzeitig will man nicht, dass es dann doch wieder so weit kommt, dass die Intensivstationen am Rand der Überlastung stehen. Es ist aber auch klar, dass man so etwas erst gerecht machen kann, wenn jeder, der sich impfen lassen kann, auch die Möglichkeit zur Impfung hatte. (Wer sich nicht impfen lassen kann, sollte wohl den gleichen Status wie Geimpfte kriegen.)
Die Impfung verhindert Infektionen nicht zuverlässig, aber sehr wohl schwere Verläufe, das hilft dann natürlich bei dem Ziel, die Intensivstationen frei zu halten. Ich finde es nicht sinnvoll, jetzt ständig auf die reinen Infektionszahlen und R-Werte zu gucken und auf dieser Grundlage zu entscheiden, ob man Maßnahmen verschärft oder nicht, stattdessen sollte man wirklich eher danach gehen, wie viele Leute schwere Verläufe zeigen. Dann könnte man das Versprechen, das im letzten Jahr auch viele Politiker gaben, dass mit der Impfung wieder Normalität eintreten kann, endlich einlösen.
Eine Impfpflicht ist ja so gesehen auch nichts Neues, wurde 1874 schon bei den Pocken eingeführt. Wenn man jetzt sanfter durch "Wenn du dich impfen lässt, darfst du wieder ins Kino"-Regelungen dafür sorgt, dass sich genug Leute impfen lassen, ist das einem Zwang mit Strafandrohung durch Polizei o.ä. vorzuziehen. Bei über einer Milliarde vollständig geimpfter Menschen und 3,5 Milliarden verteilten Impfdosen kann man wohl inzwischen davon ausgehen, dass das befürchtete Schadenspotenzial der Impfungen eher gering ist, sonst hätte man da schon was im großen Stil gesehen. (Spanien würde sich da wohl freuen; Gibraltar ist zu 100 Prozent durchgeimpft - wenn da alle tot umfallen würden, könnte Spanien das Gebiet sehr einfach übernehmen. :D)
Es muss halt auch eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung geben, dass man endlich wieder halbwegs normal alles erledigen kann und nicht mehr diese blöde Maske tragen muss. Ich hab eine panische Angst vor Spritzen und mich trotzdem pieken lassen (zweite Impfung steht noch aus). Dann können andere das auch.
Klopfer wie stehst du zu Wasserstoffautos im Vergleich zu Elektroautos im Hinblick auf Ökologie und praktikable Nutzung?
Find ich durchaus spannend und vermutlich insbesondere für Nutzfahrzeuge die praktikablere Lösung als Akkus. Die Herstellung des Wasserstofftanks selbst ist zwar noch sehr aufwendig und nicht so umweltfreundlich, wie man sich das wünschen würde, aber vielleicht kann man da noch was drehen. Wenn der Wasserstoff mit CO2-armer Energie gewonnen wird, sollte die Ökobilanz gar nicht so übel sein.
ABER: Wasserstoff kann einem auch eine Scheißangst machen. Das macht mir durchaus einige Sorgen. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen Toyota inzwischen mit dem Mirai gemacht hat. Da gibt es ja wohl inzwischen auch ein neues Modell, habe ich bei James May gesehen.
#44653 ich finde das im Bereich der PKW gar nicht so ambitioniert. Wenn die deutschen Hersteller früher mal auf den Hybridzug aufgesprungen wären und konsequent die Emmissionen gesenkt hätten (und da wäre technsich sicherlich noch was gegangen, 3 Liter hatten wir schon), hätte man das Ende der Verbrenner vielleicht auch abwenden können. Stattdessen bei den Abgaswerten geschummelt, bei der sinnvollen Ad-Blue Technologie durch illegale Absprachen auch nur das Nötigste getan. Tut mir Leid, so wie diese Konzerne geführt werden, habe ich da wenig Mitleid. Die CO2 Bepreisung wird bei usn irgendwann den vErbrenner gegenüpber dem Elktro unattrativ machen. Ich würde es mir aktuell auch gut überlegen einen verbrenner zu kaufen. Nun habe ich schon einen, der 15 Jahre alt ist, gut gewartet udn solange der noch fährt, werde ich den Teufel tun und ihn abschaffen. Aber Benzin udn Diesel werden sich massiv verteuern, irgendwann rechnet sichd er Verbrenner schlicht nicht mehr. Da braucht es auch keien großen Verbote. Und es kommt weiteres hinzu, ein Elektromotor ist viel einfacher aufgebaut, die Werkstätten werden weniger zu tun haben. Und wenn ein gewisser Prozentsatz an E-Autos erstmal auf den Straßen fährt, werdne Tankstellen immer unrentabler. Ich würde davon ausgehen, dass mittelfristig das Tankstellennetz anfangen wird sich auszudünnen, was wiederum eine Abwärtspirale für den Verbrennungsmotor nach sich ziehen wird.

Insofern verstehe ich die Zeiel der Autobauer als schiere Überlebensnotwendigkeit. Was dabei untergeht, schon vor Jahren hätte man synthetische KRaftstoffe erforschen müssen, mehr auf Nutzpflanzen setzen sollen. Jeder handelsübliche Diesel kann mit reinem Pflanzenöl betrieben werden, nur durch minimale Umrüstung. Pflanzenöl hat bei normaler Tempoeratur nicht die richtige Viskosität, es ist einfahc nicht flüssig genug. Beim Biodiesel hilft man deswgeen chemisch nach, aber die Zusatzstoffe greifen die Weichmacher in den Kuststoffen zu stark an. Dabei gibt es Ingeneure wie von biocar, die einfach einen zweiten Tank mit Heizelementen zum Nachrüsten anbieten. Der zweite Tank wird Pflanzenöl gefüllt, heizt auf zu Beginn der Fahrt mit normalem Diesel udn schaltet dann um auf reines Pflanzenöl, wenn die Betriebstemperatur erreicht ist. Auf längeren strecken fällt das bisschen Anfangsdiesel nicht ins Gewicht.

Und das ist nur ein Beispiel, wie man völlig CO2 neutral fahren könnte, mit bekannten Technologien, es ist alles schon da. Kombinierte man Maßnahmen, um den Verbrauch einzudämmen mit solchen Technologien, wären wir schon längst CO2 neutral auf der Straße, ohne Elektromotoren zu benötigen. Aber hierzulande verbietet man lieber anstatt innovativ zu sein. Japan hingegen hat das Motto ausgerufen, CO2 neutral zu werden durch den Fortschritt. Taisai hat dieses Jahr CO2 neutralen Beton für den Alltagseinsatz produziert, unter Verwendung von Industrieschlacken. Solche Wege müsstne wir gehen, aber da muss man den Herstellern eben auch anlasten, dass sie oftmals statt in Zukunftsfähige Technologien lieber in Lobbyarbeit, Steuerschlupflöcher und Betrug investiert haben, schade für uns Verbraucher und die Umwelt.

Klopfer, Du hast keinen Führerschein. Aber bist Du trotzdem mal Auto gefahren? Sowas darf man ja auf entsprechenden Teststrecken. In Berlin gibt es die sicher, vom ADAC oder so betrieben.
Ich finde, man sollte jetzt nicht zu unfair sein. Es ist ja nicht so, als wenn die Autokonzerne nun komplett auf die Umwelt geschissen hätten. Die Effizienz der Verbrenner ist in den letzten 50 Jahren deutlich gestiegen, damit der Spritverbrauch und die Emissionen gesunken. Beim Diesel hat man Panik wegen Feinstaub gemacht und damit dafür gesorgt, dass die CO2-Emissionen dieser Motoren gestiegen sind (obwohl die im Normalfall weniger CO2 ausstoßen als Benziner), weil sie nun den Staub verbrennen sollten. Das war auch eine Reaktion darauf, dass Politik und Medien da eine Sau durchs Dorf getrieben haben.
Was das Bescheißen bei Abgastests angeht, finde ich das auch nicht okay, aber das haben auch nicht alle gemacht (BMW zum Beispiel nicht). Was den Umgang mit AdBlue angeht, so trifft ein Teil der Schuld auch die Mineralölkonzerne, weil die klargemacht haben, dass die an ihren Tankstellen kein AdBlue anbieten wollen, was im Endeffekt heißt, dass das Auffüllen nur in Werkstätten geschehen könnte. Komfort sieht da natürlich anders aus. (Deswegen finde ich deinen Vorschlag mit dem zweiten Tank mit Pflanzenöl auch so lebensfremd. Man muss aufpassen, dass die Leute kein Öl in den Scheibenwischwasserbehälter reinkippen, da kann man denen keinen zweiten Kraftstofftank zumuten.)
Generell muss ich sagen: Altes Frittenfett zu verfahren, ist sicher gut (und soweit ich weiß, wird oder wurde das von McD und Burger King für Firmenfahrzeuge durchaus gemacht), aber im großen Maßstab Kraftstoff aus Pflanzenöl herzustellen, ist keine gute Idee. Das haben wir mit E10 schon festgestellt: Überall auf der Welt wurden Anbauflächen statt für Nahrungsmittel für Ölpflanzen verwendet, weil da quasi dank EU eine Abnahmegarantie war, und als Resultat wurden Lebensmittel auf dem Weltmarkt teurer und in ärmeren Ländern hatten die armen Teufel nix mehr zu fressen. Für die Ökobilanz war die Sache im Endeffekt auch nicht so dolle (zumal der CO2-Ausstoß hier in Europa ja derselbe ist, ob das Auto nun mit Pflanzen fährt oder mit Mineralöl).
Eine Komplettumstellung auf Elektrofahrzeuge bis 2035 halte ich deswegen für verfrüht, weil ich nicht sehe, dass wir die Infrastruktur so schnell aufbauen können. Da zählen Ladesäulen (und die entsprechenden Leitungen) dazu, da zählen aber auch zusätzliche Stromquellen dazu. Hier in Berlin hat man ewig gebraucht, um einen Flughafen zu bauen, und man hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, dass jeder Schulneubau innerhalb von 5 Jahren stattfinden soll. Jetzt in vergleichsweise kurzen 14 Jahren die ganze Infrastruktur für Elektromobilität zu schaffen, das sehe ich einfach nicht, insbesondere, wenn man sich mehr Gedanken über Genderscheiß und Diversität macht, anstatt darauf, mal was gebacken zu kriegen. Wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich über 50 geparkte Autos, aber die nächste Ladesäule ist fast 2 Kilometer entfernt. Und ich muss nur 100 Meter gehen, um auf einem richtig großen Parkplatz mit Hunderten Autos zu stehen.
Dass Elektrofahrzeuge einfacher aufgebaut sind, ist richtig, aber genau das ist auch ein Knackpunkt. Die Werkstätten werden kein Problem haben, an den Autos wird noch genug kaputtgehen (auch heutzutage sind Motor- und Getriebeschäden und Ölwechsel ja nur ein kleiner Teil der Aufträge für die Autowerkstätten), aber es sind unheimlich viele Leute im Motoren- und Getriebebau beschäftigt. Das wird große Entlassungswellen geben, und ich sehe derzeit nichts, was diese Leute aufnehmen könnte. Die Batterieproduktion wird so viele Leute nicht brauchen, es können auch nicht alle Programmierer werden, und da muss man aufpassen, dass da nicht ein enormes Unzufriedenheitspotenzial heranwächst, weil man so viele Leute stempeln gehen schickt (die kommen ja zusätzlich zu denen, die wegen Kohleausstieg ihren Job verlieren).
Mich überzeugt auch nicht die "Die Autohersteller haben ewig lange gepennt, also machen wir jetzt Tabula rasa"-Strategie der EU. Warum muss man Hybride durch so ein 0g-CO2-Ziel unmöglich machen? Die Flutkatastrophe hat uns erst wieder vor Augen geführt, dass es ganz schön praktisch ist, wenn die Rettungskräfte Autos haben, die man mit einem Kanister auftanken kann. E-Autos waren komplett nutzlos, es gab ja keinen Strom.
Und dann kommt womöglich am Ende gar keine CO2-Ersparnis raus, weil der Kraftstoff, den die EU nicht abnimmt, dann eben dank günstigerer Preis woanders verfeuert wird. Da hat man dann auch nichts geschafft. :schulterzuck:

Ich bin mal kurz vor über 10 Jahren nachts auf einem Waldweg kurz gefahren, aber seitdem auch nie wieder. Ich kann mich erinnern, dass mir die Geschwindigkeit etwas unheimlich war. Ich hatte das Gefühl, das Gaspedal kaum herunterzudrücken, aber der Wagen beschleunigte deutlich zügiger, als ich erwartete.
#44649 Die CRT, das sollte man dazu sagen, ist in den USA erfunden worden. In Europa macht das schon deswegen gar keinen Sinn, weil es dem Antisemitismus oder dem Antislavismus widersprechen würde, den wir hier aber durchaus erleben. Die 6 Millionen Juden, die von den Nazis ermodert wurden, waren weiß. Die jüdischen Deutschen waren doch von den nicht-jüdischen Deutschen äußerlich gar nicht unterscheidbar. Und auch die teilweise feindliche Haltung heutzutage gegenüber unseren Osteuropäischen Nachbarn, kann sich schlecht aus der unterschiedlichen Hautfarbe speisen. Insofern lässt sich die CRT schlecht bei uns als Erklärungsmuster anwenden. Zudem läuft die Lösungsidee der CRT auf Apartheid hinaus, und verleugnet all die vielen Fälle, ja den Alltag von Millionen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe und Religion, die friedlich miteinander auskommen. Vor allem in deutschland. Natürlich gibt es auch Probleme, aber wenn die CRT stimmen würde, so postuliere ich mal, dann hätten wir hier einen Arsch voll mehr Probleme. Ich glaube, die meisten Menschen sind sich gar nicht so unähnlich, die wollen einfach in Ruhe gelassen werden und ihr Leben leben.
Oder was meinst Du, Klopfer?
Es ist schon zweifelhaft, dass die CRT in den USA überhaupt wirklich anwendbar ist, aber in Europa ergibt das natürlich noch viel weniger Sinn aus historischen Gründen. In Mitteleuropa wurden ja z.B. auch nie massenhaft schwarze Sklaven eingeführt (Sklaverei ist hier ja schon im Mittelalter durch die Leibeigenschaft ersetzt worden, und da wurde auch nicht nach Ethnie gegangen).
Und ja, die CRT nagelt die Leute auf ihre Rasse als bestimmendes Merkmal fest. Da man die nicht ändern kann, läuft das tatsächlich auf eine Rassentrennung hinaus und es ist absurd, dass etwa Oprah Winfrey als weniger privilegiert gilt als ein arbeitsloser Ex-Bergmann in den Appalachen, allein weil sie schwarz (und zusätzlich eine Frau) ist.
Im Endeffekt halte ich die CRT in dieser Form, wie sie aktuell vertreten wird, nicht nur für falsch, sondern für extrem schädlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. CRT-Seminare sind rassistische Hasspredigten.
#44652
Dann werde ich wohl einen Vaterschaftstest machen müssen...
War deine Mama auch Informatikerin? :D
Wie stehst du zu dem sehr ambitionierten Vorhaben einiger Automobilhersteller, in wenigen Jahren das Aus für ihre angebotenen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durchzusetzen?
Ich kann verstehen, dass sie das machen, weil man so läuten hört, dass die EU Verbrenner bis 2030 oder so verbieten will. Insofern reagieren sie da auf politischen Druck.
Vernünftig finde ich das allerdings nicht. Große Teile der restlichen Welt werden immer noch Autos mit Verbrennungsmotor haben wollen, das überlässt man dann wohl den Chinesen oder Amerikanern (oder baut mit eigenen Konzerntöchtern trotzdem für diese Märkte weiter Verbrenner, was dann natürlich die Flanke offenlässt für Kampagnen, die einen als Heuchler darstellen). Dann gibt's immer noch die altbekannten Probleme mit E-Fahrzeugen. Benzin oder Diesel sind sehr energiedicht, Akkus eher nicht, die Herstellung der Akkus ist aufwendig, sie sind nicht so extrem langlebig, der Strom kommt zum normalen Strombedarf hinzu (nicht gerade eine Kleinigkeit, wenn man gleichzeitig Kohle- und Atomstrom weghaben will), die Reichweitenangst ist wohl nicht nur ein theoretischer Faktor, und generell sehe ich gerade bei Nutzfahrzeugen nicht, dass E-Mobilität da industriereif ist. Wer ordentliche Nutzlastkapazität haben will, kann nicht X Tonnen an Akkus mitschleppen, nur um auf die nötige Reichweite zu kommen, um Europa zu durchqueren.
Ich bin also skeptisch, was den Erfolg auf so kurze Sicht angeht. Vermutlich werden die Preise für gute gebrauchte Autos mit Verbrennungsmotor steigen, sobald so ein Verbrennungsverbot für Neuwagen kommt.
#44647
I feel you, Bro, im Dezember kommt meine Tochter zur Welt :ko:

Naja, sehen wir's positiv, aus einem Onenightstand und defektem Präservativ ist eine schwangerschaftsinduziert eine Beziehung geworden und mittlerweile kann/darf ich sagen, dass ich nicht nur wegen dem Kind mit ihr zusammen bin. :) :bunnyhop: Ich freue mich schon auf meine kleine Informatikerin :)
Herzlichen Glückwunsch!
Ich hoffe, es ist für dich auch okay, wenn es keine kleine Informatikerin wird.
#44647
Aufgabe des Vaters ist es, das Kind aufs Leben vorzubereiten. Also nicht nur in Watte packen sondern überall mit hin nehmen und zusammen Dinge reparieren, oder in den Baumarkt fahren oder was auch immer man zu tun hat und dem Kind stets das Gefühl geben, dass es geschätzt wird und wertvoll ist. Übertrage ihm Verantwortung, unterhaltet euch viel. Es muss nicht spanisch lernen, es muss in der Lage sein sich Lösungswege für eine komplexere Welt als wir sie heute kennen, selbst zu erarbeiten.
Guter Rat. :daumenhoch:
#44644
Multimediaxis ist noch einigermaßen aktiv, aber auch bei weitem nicht mehr so wie früher. Ich denke, dass Foren als Nische für bestimmte Sachen (z.B. Vereinskommunikation) immer noch ihre Berechtigung haben, aber als Kommunikationsplattform für die Breite von Social-Media-Plattformen und Discord abgelöst wurden.

Würdest du einen KW-Discord in Betracht ziehen?
Das wäre mir zu getrennt von der eigentlichen Seite. Es hat mich früher bei den KW-Foren immer gestört, dass die im Prinzip so isoliert vom Rest der Seite waren, mit eigenen Mitgliedskonten usw. Wenn ich wieder ein Diskussionsforum mache, dann am liebsten eins, das voll integriert ist.
Mit Discord habe ich nicht so viel Erfahrung, ich lauere zwar gelegentlich in ein, zwei Discords, aber hab tatsächlich nur gelesen, nie was geschrieben.
Kannst du erklären, was es mit der "Critical Race Theory" auf sich hat, über die zurzeit so viel Kontroverses zu lesen ist?
Ich versuche es, allerdings ist die CRT eher schwammig definiert, wobei ich durchaus Absicht unterstelle, weil es das einfacher für die Vertreter macht, bei wenig schmeichelhaften Erklärungen der CRT lautstark zu lamentieren, dass dieser Aspekt ja gar nicht stimmen würde, weil Vordenker X das nicht genannt hat (wobei man dann unter den Tisch fallen lässt, dass der ebenso einflussreiche Vordenker Y das sehr wohl vertrat), und somit die ganze Argumentation gegen die CRT fehlerhaft wäre.
Die CRT beruht grob auf folgenden Punkten.
1. Der Mensch ist untrennbar mit seiner Rassenzugehörigkeit verbunden. Seine Gruppenzugehörigkeit ist wichtiger als seine individuellen Erfahrungen.
2. Jegliches Zusammenleben zwischen Mitgliedern verschiedener Rassen ist ein Ausdruck von Macht- und Unterdrückungsrelationen. Das heißt im Zusammenhang mit 1.: Jeder ist entweder Unterdrücker oder Unterdrückter.
3. Weiße sind prinzipiell Unterdrücker und können sich durch individuelles Verhalten oder Denken nicht davon befreien. Da sie in dem System leben und die Privilegien des Weiß-Seins genießen (und auch nicht ablegen können), sind sie zwingend mitschuldig daran, dass die "White Supremacy" fortlebt.
4. Individuelle Erlebnisse von Weißen, die auf Nichtprivilegiertheit schließen lassen (Obdachlosigkeit o.ä.), sind zwar echt in dem Sinne, dass die Betroffenen diese Nachteile fühlen, aber nicht wahr, weil sie die gesellschaftlichen Machtverhältnisse nicht berücksichtigen.
5. Da die Weißen dominieren, definieren sie auch viele Begriffe (wie etwa "gesunder Menschenverstand" oder "Logik"), aber auch Gesetze, was wiederum bedeutet, dass es rassistisch ist, diese Maßstäbe auf Mitglieder unterdrückter Rassen anzuwenden und sie danach zu bewerten.
6. Das oberste Ziel sollte sein, die marginalisierten Gruppen von der Unterdrückung zu befreien.
7. "Objektivität" ist nur ein Mittel der herrschenden Gruppe, die anderen zu unterdrücken. Erlebte Erfahrungen der unterdrückten Gruppen sollten maßgeblich sein.
8. Wer zu verschiedenen marginalisierten Gruppen gehört, ist ganz besonders unterdrückt, seine Erfahrungen können nicht von Mitgliedern nachempfunden werden, die nur einer (oder keiner) der marginalisierten Gruppen angehören. Eine schwarze alleinerziehende Mutter sollte also mehr Gehör finden als eine schwarze Frau ohne Kinder oder eine weiße Alleinerziehende.
#44640

Es kann schon Grooming sein, was aber nicht vom Empfänger selbst kommen muss. Reicht schon, wenn man den Mädchen einpflanzt, sie hätten sonst nicht viel zu bieten und Männer wären eh nur daran interessiert. Ich finde, das ist auch eine Art von (kulturellem) Grooming. Allein, dass wir so tun, als ob es ganz normal ist, dass Männer jeglichen Alters auf Teenies abfahren.
Aber das ist normal und auch nichts Neues. Was reine körperliche Attraktivität angeht, bewerten Männer im Durchschnitt Frauen um die 20 am höchsten, das ändert sich nicht. (Heißt nicht, dass sie längere Beziehungen mit 20-Jährigen haben wollen, da spielt dann natürlich noch mehr rein.) Das hat schon seinen Grund, wieso Herrscher mit Harem dort meist die Frauen rausgeworfen haben, sobald sie 30 wurden, und wieso Männerzeitschriften und Pornos am erfolgreichsten sind, die junge Frauen zeigen. :schulterzuck:
Bei Frauen ist das anders, die stehen im Durchschnitt auf etwas ältere Männer, bis sie etwa 40 sind, danach stehen sie eher auf etwas jüngere Männer.
Ich bin auch skeptisch, was das "man pflanzt Mädchen ein, sie hätten sonst nicht viel zu bieten" angeht. Sexuelle Anziehung geht halt zuerst von Äußerlichkeit aus, und wenn man seine Wirkung aufs andere Geschlecht testen will, ist vollkommen klar, dass man nicht mit seiner tiefgründigen Persönlichkeit oder überragendem Intellekt arbeitet, denn damit lockt man niemanden, weil das eh keiner sieht und nicht neugierig macht. Deswegen werden diese Misswahlen auch nicht funktionieren, wenn sie statt Attraktivität "innere Werte" betonen.
Anders gesagt: Wenn du wissen willst, was Leute von deiner Kochkunst halten, musst du ihnen einen Appetithappen geben, anstatt darauf zu bauen, dass die dich für einen guten Koch halten, weil du innerlich so ein dufter Typ bist.
Oh Klopfer, ich werde Vater
Gerade frisch erfahren. Ich bin in Panik!
Kannst du mich irgendwie beruhigen? :D
Herzlichen Glückwunsch! :D
Und keine Bange, ihr kriegt das sicher gut hin, wie die meisten anderen Eltern auch. Beim ersten Kind schiebt man gern noch total Panik und läuft Gefahr, sämtliche auf der Welt kursierenden Ratschläge zu Elternschaft umsetzen zu wollen, aber im Endeffekt reicht gesunder Menschenverstand aus. Ihr packt das, da bin ich sicher. :daumenhoch:
#44642
Genau der Punkt, dass wir uns gegen die Zensurpläne gegen die konservativen gewehrt haben und, dass das jetzt genau von anderer Seite kommt finde ich so schockierend. Ich verstehe einfach nicht wie man Zensur für den guten Zweck nutzen können soll. Letzten Endes ist Zensur ja immer willkürlich. Ich finde das eher beängstigend als hilfreich.
Ja, da hat man sehr das Gefühl, dass viele Leute früher nicht die Zensur an sich störte, sondern dass es nicht "ihre" Seite war, die bestimmte, was verboten sein sollte (auch wenn man im Endeffekt dasselbe verbieten möchte). Ist mir ehrlich gesagt auch schleierhaft, wo man diese Selbstsicherheit herhaben kann, dass die eigene Seite da nie übers Ziel hinausschießen würde. (Wobei man inzwischen sagen muss, dass selbst das Ziel bei der heutigen Wokeness sehr unheimlich ist.)
Kommt ein Forum irgendwann wieder oder ist das dir Zuviel Arbeit?
Ich hatte mal angefangen, wieder extra eins zu programmieren (damit es richtig in die Seite eingebunden ist, die Mitgliedskonten von KW benutzt usw.), aber ich hab den Eindruck gewonnen, dass Foren irgendwie gar nicht mehr gefragt sind. :kratz: Mal abgesehen von solchen Sachen wie Boerse, gibt's noch wirklich aktive Foren?
#44642
"Und die Mädels sollen sich wieder mehr ausziehen!"

Tun sie doch. Aber dank Onlyfans und dem Trend, der da losgetreten wurde, tun es 99% nicht mehr umsonst. Warum für Aufmerksamkeit ausziehen, wenn dutzende Media-Outlets suggerieren, dass das zu schnellem Wohstand führt? (Was es für die allerwenigsten tut)
OF hat das "Whore" in "Camwhore" wortwörtlich werden lassen und dabei gleich einen Weg gefunden, der Zuhälter zu werden.
Und wer nicht sein Poloch für die ganze Welt und den gewöhnlichen Pöbel zur Schau stellen will, kann sich als Insta-Thot versuchen um sich dann später für Geld von reichen Saudis in's Gesicht kacken lassen.

Paradoxerweise war das "Wildwest"-Internet in der Hinsicht irgendwie harmloser für junge Frauen.
Für Geld ist es irgendwie nicht dasselbe. :schluchz: Ist halt schon irgendwie geiler, wenn die Mädchen es für Aufmerksamkeit tun und nicht für den schnöden Mammon. :ach:
Ich will die OF-Frauen gar nicht irgendwie angreifen. Wenn ich weiblich und einigermaßen geil aussehen würde, würde ich vielleicht auch versuchen, damit leicht Geld zu verdienen, selbst wenn nur ein paar Kröten dabei rauskommen.
#44641
Ich finde das auch nicht überraschend. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, so vor 20 Jahren, das Internet war noch lange nicht so wie es heute ist. Ich würde sagen, es war annonymer und freier. Es gab noch kein social media und den ganzen Krams, wenn Du Bilder von Dir rausgehauen hast, gingst Du nicht davon aus, dass die sofort mit deinem Namen oder Wohnort in Verbindung gebrahctb werden, dass irgendjemand weiß wer Du bist und vor allem, das postet und groß öffentlicht macht, so dass es alle mitbekommen. Ich hatte mich Anfang der 2000er in Chatrooms rumgetrieben, ewig primitiv, wenn man sieht was heute geht, hatte aber auch darüber ein paar Bekanntschaften geschlossen, teils mit realen Treffen und teils dann auch mit Sex. Heute würde man sagen, war ziemlich naiv und vielleicht gefährlich, aber wir haben uns aus freien Stücken getroffen. Und es war irgendwie nett, mal Leute zu treffen, nicht aus Deiner Klasse, die schon ne Meinung von Dir haben usw.

Klopfer, was würdest Du sagen? Ist das Internet in den letzten 20 Jahren besser geworden oder schlechter?
Ich denke, es trifft beides zu. Es ist sowohl schlechter als auch besser geworden.
Am Anfang war noch eine Art Wildwestatmosphäre, man hatte deutlich mehr Freiheiten, konnte sich gut ausprobieren und auch ein Publikum finden, ohne sich den Vorstellungen anderer zu beugen. Es war die Zeit der persönlichen Websites, frühe Blogs, Diskussionsforen und auch die frühen Imageboards. Schon einige Jahre später band man sich an große Anbieter, von denen man nicht mehr so leicht wegkam und sich deswegen deren Regeln unterwerfen musste, und dabei ist es bis heute geblieben, auch wenn sich die Plattformen ändern. (Jetzt fängt ja auch Instagram an, out zu werden.) Und die Plattformen selber wurden auch strenger.
Natürlich war es nötig, dass sich das Internet ein Stück weit professionalisiert. Viele Sachen sind nicht mehr zu bewältigen, ohne dass da jemand erst mal viel Geld in die Hand nimmt, und das ist eher wenig wahrscheinlich, wenn das Medium insgesamt als Schmuddelecke gilt und nicht als guter Ort, um da auch Geld zu verdienen. (Versuch z.B. mal als kleiner Indie wirksam Spambots einzuschränken, ohne etwas zu benutzen, für das eine große Firma wie etwa Google verantwortlich war.) Das ist ein Teil, den ich durchaus begrüße.
Was mir aber fehlt, sind die Orte, an denen man wie früher mal die Sau rauslassen konnte, ohne Angst vor Konsequenzen haben zu müssen. moot (Gründer von 4chan) hatte vor langer Zeit mal gemeint, 4chan wäre eine Art Gegenpol zu Facebook, weil die Leute auch was brauchen, wo sie anonym und roh sein können, um das rauszulassen, was ihnen auf der Seele brennt. Ich denke, das ist durchaus wichtig. Und als jemand, der wenige Monate nach dem Start von 4chan auf die Seite kam und die Entwicklung über längere Zeit mitverfolgt hat, kann ich auch sagen, dass der Nutzen weitaus höher ist, als einfach nur ein Ventil zu sein. (Wobei das mit dem Ventil auch wichtig ist. Auch bei furchtbaren Dingen - da kann Humor (selbst wenn er eigentlich unangemessen wäre) eine Strategie sein, um den Stress zu bewältigen.)
4chan schien für Uneingeweihte sehr grob, fast menschenverachtend. Aber gleichzeitig akzeptierte man sich gegenseitig. Es waren z.B. auch sehr viele Mädchen auf der Seite, und das, obwohl "girl" zu "cumdumpster" gefiltert wurde. (Taylor Swift war z.B. auch ein /b/-tard.) Im Endeffekt wusste man: Keiner dort hat irgendeinen Anspruch darauf, moralisch über anderen zu stehen, und das machte alle auf eine erfrischende Weise gleich. Das sorgte aber auch für gute Diskussionen. Politisch schätze ich, dass zu der Zeit die knappe Mehrzahl der User dort eher links von der Mitte waren, obwohl alle ganz viele rassistische und sexistische Witze gemacht haben. Aber weil keiner dort sich für einen Heiligen halten konnte, waren Unterhaltungen auf der Seite sehr fruchtbar, weil jeder mit Argumenten (oder wenigstens einem blöden Meme) kommen musste. Viele der interessantesten Diskussionen, die ich im Internet gelesen habe, fanden auf 4chan statt, weil dort Leute aus den verschiedensten Richtungen ihre Standpunkte dargelegt haben und auf die Standpunkte der anderen reagiert haben. Und am Ende haben sich die Leute nicht weniger respektiert als vorher, eher sogar mehr, weil man einsehen musste, dass die andere Seite eben nicht nur ein Zerrbild war, das aus purer Lust am Unglück anderer alles Schlechte in sich vereinte. (Das berüchtigte /pol/ gab's damals gar nicht, das wurde erst 2011 eingerichtet, da war 4chan schon nur noch ein Schatten seiner selbst.) Auch gewisse Insiderinformationen wurden dank der Anonymität für normale Menschen erreichbar. Bei 4chan konnte man erfahren, wie gut und schlecht es an amerikanischen Schulen lief. Bei 4chan erzählten Entwicklungshelfer ein ungeschöntes Bild ihrer Erfahrungen. Bei 4chan konnte man nachlesen, wieso die angeblich milliardenschwere Kinderpornoindustrie, die so gerne als Schreckgespenst von Politikern gezeichnet wird, um härtere Gesetze durchzudrücken, gar keine ist. Man konnte Fragen stellen, man konnte das Gesagte verurteilen, man konnte alles tun - außer demjenigen einen Maulkorb zu verpassen, weil einem nicht in den Kram passte, was er sagte.
Und dann kam die Wokeness. Worte sind ganz dolle Gewalt, wer mal was politisch Unkorrektes sagt, ist ein schlechter Mensch, 4chan ist sowieso ganz übel und mit den Schmuddelkindern von der anderen Seite redet man erst recht nicht. Krasse Witze gehen natürlich gar nicht, da könnte sich ein Opfer diskriminiert fühlen. Die Folge: Die Linken haben sich zum Großteil verpisst oder halten die Fresse, die Rechten wurden mehr, und es vermehrten sich dann auch die wirklich Rechtsextremen dort. Ein Gegenhalten fand dann gar nicht mehr statt. Resultat: Die Rechten können ihre Standpunkte darlegen und die Unentschlossenen, die sich dahin verirren, eher auf ihre Seite ziehen. Die Linken können nicht mehr memen und sind auch gar nicht mehr gewohnt, ihre Position verteidigen zu müssen, weil sie sich auf die stark regulierten Bereiche (oder ihre eigenen linken Plattformen) zurückgezogen haben, wo man einfach mal jemanden sperren lassen kann, wenn der was Schlimmes sagt. Nice job breaking it.
Natürlich war auch nicht alles super mit der Offenheit, aber ich glaube, man hat negative Auswirkungen auch aufgebauscht (und die Schwelle reduziert, ab der was als schlimm gilt). Und ich denke nicht, dass die Ankündigung von Amokläufen, die gelegentlich mal passierte, ein Hinweis darauf ist, dass diese Amokläufe erst wegen 4chan passieren würden. Auf der anderen Seite hat man vergessen, dass 4chan sich auch für Schwächere stark gemacht hat. Karten und Besuche für einsame Veteranen im Altersheim, Tierquäler identifizieren und melden, Scientology das Leben schwermachen und so weiter...
Was das Nackigmachen im Netz angeht, natürlich muss man da aufpassen wegen Doxxing (obwohl das bei 4chan z.B. meist eher bei Mädels passiert ist, die sich nicht auf 4chan direkt nackig gemacht haben) und Stalking, aber ich glaube, die Gesellschaft tut den Menschen auch keinen Gefallen dabei, wenn sie da überreagiert, weil das natürlich das Gefühl verstärkt: "Ups, ich habe Schande über mich gebracht und alle anderen verurteilen mich dafür." Da wäre es vermutlich für die Psyche der Mädchen, die das bereuen, am Ende besser, wenn alle anderen kollektiv mit den Schultern zuckten und eher diejenigen, die sie dafür verurteilen, in die Schranken weisen. Damit würden nämlich auch Erpressungsversuche ins Leere laufen. Im Endeffekt ist das Netz eben doch noch der sicherere Weg, seinen neuen Sex-Appeal auszutesten, als das irgendwo von Angesicht zu Angesicht zu tun.
Ich vermisse die Unbeschwertheit von damals schon sehr und hoffe, dass zumindest die Atmosphäre wieder lockerer wird und man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt. (Und die Mädels sollen sich wieder mehr ausziehen! :zugabe: ) Die Anarchie von früher kommt wohl nicht wieder zurück, und die Regulierungswut der Regierungen wird da auch noch lange nicht eingedämmt sein. (Was haben wir uns früher dagegen gewehrt, dass die Konservativen uns zensieren. Und jetzt kommt von links derselbe Scheißdreck mit emotionalerer Begründung.)
#44640
Ist dir nie der Gedanke gekommen, dass diese Chats gar nicht real sind, d.h. irgendein 40jähriger arbeitsloser pickliger dicker Idiot wollte testen, ob du pädophil bist? Wärst du drauf eingestiegen, hättest du keine 12-jährige getroffen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass 12-jährige Mädels schon so drauf sind.
Ich hatte mal meine Telefonnummer gepostet, und ein paar der Mädchen, die mir später Bilder schickten, haben mich dann auch angerufen (obwohl ich Telefonieren gar nicht mag, war eigentlich nur für SMS für Treffen auf Cons gedacht). Daher weiß ich also, dass die echt waren.
Ich weiß auch gar nicht, was daran so schwer zu glauben ist. Das ist halt ein Alter, in dem die Geschlechtsreife einsetzt, die Hormone rauschen durch den Körper, und da probiert man schon mal aus, wie man seinen Sex-Appeal einsetzen kann. Ich kenn auch mehrere Frauen, die mit 12 entjungfert wurden, und das aus freien Stücken. (Allerdings nicht von mir, ich hab die alle erst als Volljährige kennengelernt.) Und wer vor 15 Jahren auf 4chan unterwegs war, der weiß auch noch, wie viele junge Mädels sich da entweder direkt auf der Seite oder auf Videoseiten wie Stickam nackig gemacht haben, inklusive Zeitstempel-Zetteln in der Hand, um die Echtheit zu bestätigen.
#44636
Warte, was?!
Es kam ganz früher gelegentlich mal vor, dass mir minderjährige Mädels unaufgefordert Fotos von ihren Brüsten geschickt haben, aber so was habe ich nie behalten, das war mir zu heikel. (Hatte so was ja auch schon in einer alten Kolumne erwähnt.)
Aber das ist eben auch ein Grund, wieso ich bezweifle, dass junge Menschen solche Fotos immer nur wegen gezieltem "Grooming" oder Erpressungen verschicken würden. Die kommen da oft schon von ganz allein auf die Idee, weil sie merken, dass man so Aufmerksamkeit kriegen kann.
Wie viele ist von der alten Klopfer's Forum Gang geblieben? :)
Es gibt kein Forum mehr, daher habe ich da keinen Überblick, wie viele der alten Mitglieder hier noch mitlesen. Vermutlich nicht mehr so viele.
#44637
Ich würde gar nicht merken, dass ich diese Superkraft habe. Höhö.
Oder du kommst dahinter, dass du dich selbst am meisten belügst. :kicher:
#51
Ich glaube ja, dass "vorgetäuschte Orgasmen erkennen" keine Superkraft sondern eine Strafe ist... wer will denn sowas wissen?
Keiner, deswegen wäre das ja eine unnütze Superkraft. :D
#44628
Angst sie finden die Kollektion unzüchtiger Selfies von deinen unzähligen, weiblichen Fans zwischen 14 und 17, was?
Genau, auch wenn ich die alle gelöscht habe. :kratz:
Was ist Bunnymedia? Kannst du uns mehr erzählen, als auf Bunnymedia.org steht?
Zunächst war Bunnymedia erst einmal ein Plan B für den Fall der Fälle. Sollte ich den Namen Klopfers Web aus irgendwelchen Gründen nicht mehr nutzen können, würde ich auf Bunnymedia ausweichen (allerdings dann wohl .de statt .org).
Falls ich noch irgendwelche anderen Sachen machen sollte (etwa das Wiederbeleben meiner Mangadatenbank oder einen Blog mit technischen Sachen zu HTML/CSS/JS/PHP oder irgendwas in der Art), wäre die Bunnymedia.org-Adresse quasi eine Übersichtsseite mit allen Links. Bei der ISBN-Registrierung für Bob & Linda sollte man einen Verlagsnamen angeben, da hab ich dann auch Bunnymedia als Verlag reingeschrieben. Sollte irgendjemand meiner Freunde mal ein Buch rausbringen wollen, aber sich nicht um den ganzen Krempel wie Druckvorbereitung, Druck, E-Book-Erstellung und das Reinstellen auf den diversen Plattformen kümmern wollen und mir das überlassen, würde ich das wohl auch unter dem Bunnymedia-Label vermerken. Aber im Prinzip ist Bunnymedia derzeit erst einmal im Wesentlichen ein Platzhalter für Eventualitäten.
#44633 Na hör mal, 1447 ist die 229ste Primzahl, wenn das nicht was besonderes ist, was denn dann? 1337 ist nicht mal eine Primzahl. Warum sollte man sowas wollen?
Ich wäre schon glücklich über eine 69 gewesen. :D
Ärgert es dich, bei Xing Christian_Schmidt1447 und nicht Christian_Schmidt1337 zu sein? Ich hatte mal s eine ähnliche Situation, wo meine Mitgliedsnummer fast 1337 war, aber eben nicht ganz.
Da ist wohl jemand ein kleiner Stalker. :duschelm:
Ich hab nie auf den Nutzernamen da geachtet, wenn ich ehrlich bin. Hatte mich auch seit kurz nach der Registrierung da nicht mehr eingeloggt (nur jetzt gerade, um zu gucken, ob das echt mein Profilname ist).
#44631
Er wurde zu "Wer weiß denn so was" eingeladen.
Die laden da wohl jeden ein? :D Wenn ich mir in der Wikipedia die Kandidatenliste angucke, kriege ich das Gefühl, dass jeder mal in seinen Spamordner gucken sollte, ob er eine Einladung übersehen hat. :D
#44630
Das ist der Grund, warum ich Knossi nicht leiden kann (Glückspiel).

Und der Vollidiot wurde mittlerweile schon in die ARD eingeladen.

Findest du das vertretbar?
Oha, da sieht man mal, wie unbedarft ich bin, was deutsche Influencer angeht. Ich kenn den nämlich gar nicht. Anscheinend ist er auch erst als Pokerspieler bekannt geworden?

Dass man ihn als Gast einlädt in der ARD, find ich schon okay, denn er kann ja trotzdem was zu sagen haben, aber da kann man natürlich solche Sachen wie diese Glücksspiele auch ansprechen. Nur zum Bejubeln oder als Moderator, da wäre ich vorsichtig. Ich meine, er wird in der ARD keine zusätzlichen Fans kriegen (das wäre ungefähr so wie Capital Bra im ZDF Fernsehgarten, da wird das normale Publikum außerhalb der Zielgruppe liegen), aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich dann auch im Sinne der Gebührenzahler eher jemanden nehmen, der sich als Vorbild etwas besser eignet.
Was ist deine Meinung zu Influencern? Glaubst du, dass sich dieser Trend mittlerweile überlebt hat?
Ich glaube, der Hype ist vorbei, aber das Prinzip an sich wird nicht verschwinden. Früher nannte man so was z.B. gerne "It-Girls", aber im Prinzip sind es halt Prominente (warum auch immer sie prominent sind), die von ihren Fans als Trendsetter wahrgenommen werden und deswegen auch für Werbetreibende interessant sind. Das Neue an den Influencern ist dagegen bloß, dass sie nicht in den älteren (Torwächter-)Medien bekannt wurden, sondern im Internet, und sie so aber auch einen direkteren Kontakt zu ihren Fans haben. Da es weiterhin Leute geben wird, die durchs Internet eine gewisse Prominenz erlangen, wird es auch immer neue Influencer geben, nur die Erwartungen (und somit auch die Verdienstmöglichkeiten) werden sich auf ein niedrigeres Niveau einpendeln.
Ich kann bei vielen Influencern nicht so recht nachvollziehen, warum sie so bekannt und beliebt sind, aber gut, wenn sie ihre Fans haben und die sich unterhalten fühlen, sei es ihnen gegönnt, solange sie einigermaßen verantwortungsvoll mit ihrem Einfluss umgehen und nicht z.B. ihren oft minderjährigen Fans Glücksspiele unterjubeln oder sie zu kriminellem Verhalten anstacheln.
Kanntest du in deiner Kindheit wirklich kein ausländisches Kind, wie in Kolumne 35 beschrieben? Du bist doch direkt an der Grenze zu Polen aufgewachsen. War die Grenze nach Osten etwa auch dicht?
Ja. Die DDR hatte 1980 die Grenze zu Polen weitgehend für den kleinen Grenzverkehr geschlossen, weil man nicht wollte, dass die Bürgerrechtsbewegung (da war ja gerade in Polen die Solidarnosc aktiv) in die DDR überschwappt. Und da konnte man nur mit Visum oder auf persönliche Einladung rüber. Mein bester Freund in der Grundschule hatte zwar eine polnische Mutter, aber im Prinzip lief das Leben in den beiden Staaten ziemlich getrennt ab.
Was denkst Du über die Razzien gerade in Berlin? Nach den Medien soll es wohl vor allem um die Verbreitung von Kinderpornographie, anscheinend wohl auch um Besutz gehen. Beides an sich hehres Ziele. Aber ich finde den Gedanken unangenehm, dass anscheinend in den USA Algorithmen den Datenverkehr durchforsten und das dann hier zur Durchsuchungen führt. (So jedenfalls die Meldung auf Zeit-online und Tagesanzeiger.)
Ich finde die ganze Sache beunruhigend. Erst mal das Durchsuchen des Datenverkehrs, dann aber auch, wie das in der Öffentlichkeit dargestellt wird, um die Bürger emotional aufzupeitschen. Im Berliner Kurier gab es eine riesige Schlagzeile "Polizei jagt Kinderschänder!", was ja sachlich schon falsch ist, weil tatsächliche Übergriffe auf Kinder gar nicht Bestandteil der Ermittlungen waren. Irgendein Polizist wurde darin pathetisch zitiert mit den Worten "Hinter jedem Bild steckt ein Missbrauch", aber so sehr, wie der Begriff der Kinder- und Jugendpornografie ausgeweitet wurde, ist das einfach Quatsch. Sorry, aber wenn die dreizehnjährige Mia sich vor der Handykamera den Schlüpfer runterzieht und das dem Dominik per WhatsApp schickt und der verbreitet das weiter und irgendwie landet das dann bei irgendeinem Typen, der sich still drauf einen runterholt, dann mag das unangenehm für Mia sein, aber das ist kein Missbrauch. Es sind inzwischen Szenen verboten, die als Teil von Schulmädchenreport und ähnlichen Filmen in den 70er Jahren in normalen Kinos gelaufen sind, ohne dass die Zuschauer massenhaft zu Kinderfickern geworden wären. Ich kann noch halbwegs verstehen, wenn man die Verbreitung verfolgt, aber der reine Besitz ist so weit von einem tatsächlichen Übergriff oder einer echten Gefährdung eines Menschen entfernt, dass man sich schon die Frage stellen kann, ob das wirklich ein angemessener Einsatz von Ressourcen ist, jemandem die Tür einzutreten, nur weil der vielleicht so was zufällig empfangen hat. (Noch mehr, wenn es sogar vielleicht nur um Zeichnungen geht.)
Dazu kommt, dass die Öffentlichkeit ein falsches Bild von sexuellem Kindesmissbrauch hat, was dann wiederum für Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch ganz eigene psychische Probleme hervorruft. Dass sexueller Missbrauch von Kindern nicht gut für die Kinder ist, ist absolut klar, aber wie wir jetzt damit umgehen, ist eher kontraproduktiv und schadet tatsächlichen Opfern von sexuellem Missbrauch noch mehr.
Und wenn dann, wie ich auch gelesen hab, die Polizei selber noch aufbauscht, wie gefährlich ihre Razzien gewesen wären, dann hab ich den Eindruck, dass hier einfach ein ganz großes Theater gespielt wird, um in der Öffentlichkeit Stimmung zu machen, damit man mehr Befugnisse kriegt. "Einer der Männer hatte einen Baseballschläger hinter der Tür", das trifft auf viele zu, weil da vielleicht einfach Platz ist, um so einen Schläger hinzustellen, wenn man ihn nicht benutzt. Ich hab hinter der Tür zwei Kamerastative und ich will gar nicht wissen, was bei anderen da so einstaubt.
#44626
Was aber auch auffält, dieses Wunderteil soll nach deren "Test" ja Dinge in einer Entfernung sichtbar machen können, bei denen man schon glauben muss, dass dieses Teil besser ist, als z.B. Hubble. Und es läßt sich irgendwie auch kein seriöser Test darüber finden. Woran das wohl liegen mag?
Denke mal, da ist der Prinz aus Nigeria, der gerne seine Milliönchen nach Eurpa bringen möchte, noch ein wenig seriöser.
Wird sicherlich so ein Quark sein, dass die Leute eher die 10 Euro abschreiben und sich was Besseres besorgen, als sich groß online drüber aufzuregen. Wer dafür fast 50 Euro bezahlt, muss aber schon sehr behämmert sein.
Willst du dich nicht mal über den Club der Verbraucher auslassen. Da ist ja Viagra-Spam noch seriöser. Richtig geil ist es, wenn man ins Impressum schaut ;-)
Toll, ein 47-Euro-"Teleskop", das ich bei AliExpress für unter 10 Euro inkl. Versand gefunden habe (kein Affiliate-Link), auf einer Seite aus Südafrika, bei der der Bestelllink auf einen Serverfehler führt. Großartig und total vertrauenerweckend. :kicher: (Besonders mag ich die Stockfoto-Frau, die sich freut, dass das Ding billiger als ein Spiegelreflex-Objektiv ist, obwohl das Ding gar kein Ersatz dafür ist, weil man es nicht an eine Spiegelreflexkamera flanschen kann.)
#44603
Angenommen, du könntest dich letztlich nicht dazu durchringen, deine Stimme einer der 6 etablierten Parteien zu geben: würdest du dann eher gar nicht wählen oder eher eine beliebige (chancenlose) Kleinstpartei à la Humanisten oder Tierschutzpartei wählen, um zumindest den Anteil der etablierten 6 ein Stück weit zu verringern?
Oder doch eher aus taktischen Gründen eine der Großen wählen, um ein bestimmtes Bündnis zu verhindern?
Das "ehrliche" Wahlergebnis hat keinen Einfluss, insofern wäre das wohl kein Grund. Im Prinzip findet ja auf Bundesebene alles, was es nicht in den Bundestag schafft, politisch gar nicht statt. Ich würde mir wohl vor der Wahl angucken, ob ich taktisch eine der größeren Parteien wähle, um eine bestimmte Konstellation ein klein bisschen unwahrscheinlicher zu machen, oder mir den ganzen Krampf spare.
#44602
Falls das mit der hasigen Monarchie nicht klappt: kann man dir alternativ den Anarchokapitalismus schmackhaft machen? :klarerfall:
Mit libertären Grüssen
Eher nicht. Ich glaube nicht, dass das funktionieren kann. Wer soll denn Schwächere daran hindern, von Stärkeren untergepflügt zu werden? Der Glaube, dass alle Leute ein Nichtaggressionsprinzip einhalten würden, ist utopisch, aber komplett weltfremd.
#44615 Wenn einem die Grünen nicht so zusagen, man aber Ökologie trotzdem gut findet, mit dem Gendergedöns nicht viel anfangen kann, dann gibt es immerhin die ÖDP, die konservativen Grünen sozusagen. In Bayern zum Beispiel nicht ganz unerfolgreich und haben Sitze in rund 400 Kommunen. Die Partei wurde mal von bürgerlichen Mitbegründern der Grünen gegründet, als diese ihnen zu links wurden.
Was meinst Du denn generell zu kleinen Parteien? Eine Chance geben oder ist das für Dich eine verlorene Stimme?
Hm, ist ein bisschen ein Henne-und-Ei-Problem. Im Prinzip ist die Stimme weggeworfen, aber natürlich kann die Partei auch nicht größer und erfolgreicher werden, wenn keine Leute für sie stimmen (auch wegen fehlender Parteienfinanzierung durch den Staat). Leider bin ich da inzwischen recht zynisch und glaube wenig daran, dass eine Partei in die Relevanz reinwächst, wenn sie es nicht in den ersten paar Jahren ihrer Existenz geschafft hat.
#44621
Bei der Idee gibt es ein Problem mit der Einstimmigkeit.
Angenommen wir haben 10 Jurymitglieder. 9 Stimmen bei 1st degree Murder (an ehesten mit Mord im deutschen Sinne vergleichbar) für schuldig, einer bei 2nd degree Murder (im deutschen ungefähr Totschlag). Die ersten 9 würden natürlich bei 2nd degree murder ebenfalls auf schuldig plädieren, da die Voraussetzungen geringer sind. Jeder 1st degree Murder erfüllt automatisch die Erfordernisse eines 2nd degree murder, aber nicht umgekehrt. Aber wenn man nur ein Mal auf schuldig plädieren darf, würde der Angeklagte bei 1st degree murder freigesprochen, wegen der fehlenden Einstimmigkeit, und bei 2nd degree murder ebenfalls. Also käme er komplett straffrei davon, wenn die Jury sich nicht auf die Schwere der Schuld einigen kann,auch wenn alle einig sind, dass er schuldig ist.
Nein, wieso sollte der dann freigesprochen werden? Schon jetzt ist es in den USA meines Wissens so, dass ein Verfahren neu mit anderer Jury aufgerollt werden muss, wenn die Jury kein einstimmiges Urteil fällt, der Angeklagte wird dann nicht einfach freigesprochen.